Samstag, 7. Februar 2015

Ko Pha Ngan, die letzte Etappe

Auch Ko Pha Ngan ist mehr als das, was man so gewöhnlich hört. Einerseits Partyinsel mit Fullmoon-, Halfmoon-, Darkmoon-, Dschungel- und Shivaparty. Andererseits Wellnessoase und Yoga ohne Ende. Und außerdem die Natur im Inselinneren. Straßen mit bis zu 22 % Steigung bzw Gefälle. Kurven ohne Ende. Die Buchten im Norden haben Wellengang, macht Spaß, dort zu baden. Im Westen sind flache Buchten, teilweise Mangroven und schmale Strände, die bei Flut nicht vorhanden sind. Im Süden auch kleine Buchten vor Steilabhängen, aber inzwischen fast alle auch vom Land aus zu erreichen. Im Osten war ich noch nicht an den Stränden. Ein toller Ort.

Gestern bin ich mit Hans und Hans beim Rollerfahren in eine Polizeikontrolle gekommen. Ohne Helm und Führerschein. Kostete 400 Bath, dafür habe ich jetzt eine Bescheinigung, die für sieben Tage gültig ist und die ich bei jeder weiteren Kontrolle vorzeigen kann. Cool, also nen Zehner für eine Woche Befreiung von der Führerschein- u Helmpflicht. Das müßte es in D auch geben. Fährt es sich gleich viel entspannter.

Die Touristen hier kommen aus quasi allen Ländern, wirklich multikulti und es sind alle Altersgruppen vertreten. Am Coralbeach, der bei Yogafans recht beliebt ist, gibt es eine Bar, die halten sich neben Hühnern (die hat hier fast jeder), Hunden (eine Dogge und nen Rotweiler) und Katzen ein fettes Hausschwein. Das läuft dann immer mal zwischen den Tischen herum und schubst Leute um.

In den nächsten Tagen machen einige Leute eine private Inselumrundung per Boot, mit Schnorchelmöglichkeiten, Stränden usw. Bin ich dabei. Das Wetter hier ist übrigens seit der Ankunft 'heiter bis wolkig', Sonne und Wolken wechseln sich ab bei tagsüber 27 und nachts 25 Grad. Das wird ja bald ein wenig anders. Jetzt ist Samstag und in einer Woche bin in wieder in D. Wenn's nach mir ginge, könnte ich noch einige Wochen dranhängen. Reisen, rumreisen, viele Orte kennen lernen, macht Spaß. Und Südostasien hat noch so viele mögliche Ziele. Hmmmm.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Back to an Island or bye bye Kao Sok

Drei Tage sind vergangen.

Am letzten Tag im Kao Sok habe ich mir einen Beachchair geschnappt und mich mitten in den Fluß auf eine Sand-bzw eher Steinbank gesetzt. Nur da war Sonne, weil die Bäume und der ganze Bewuchs in der Anlage super Schatten geben. Also mitten im Flußbett, das Wasser fließt rechts und links an mir vorbei, ich liege in der Sonne, toll.
Und schon ging die Sonne unter, gefühlt vergeht die Zeit hier schneller, auch beim Nichtstun. Mit Einbruch der Dunkelheit begann das Konzert des Dschungels wieder. Schade, ne vernünftige Tonaufnahme habe ich nicht hinbekommen. Technik halt. Aber die Geräusche werde ich noch lange im Kopf behalten. Und da Vollmond ist, sind auch die vielen Vögel und natürlich die Monkeys länger aktiv und unterstützen die Grillen und die Frösche. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber dieser Sound ist einmalig.
Ach, ein Streifenhörnchen habe ich beim Frühstück gesehen, hyperaktiv, sauschnell, akrobatisch und süß.
Und dann war der Tag rum und es heißt Abschied nehmen. Wieder einmal schlafe ich beschenkt mit unzähligen Eindrücken ein.

Am nächsten Morgen wurden wir um 7.15 (und haben vorher sogar ein Frühstück bekommen!) im Ressort abgeholt, mit'm Minivan nach Surat Thani gebracht, dort in nen Reisebuss verfrachtet und zum Pier gefahren. Warte- und Fahrzeit hielten sich die Waage. Mit der Fähre (Autofähre, die sind scheiße, versucht bloß immer mit den Passagierfähren zu fahren!) noch zweieinhalb Stunden an der/einer Aida und zwei Schlachtschiffen der thailändischen Marine sowie an Koh Samui vorbei nach Koh Pha-Ngan gefahren. Reisezeit: 8,5 Stunden. Entfernung: ca 250 km.
Die Unterkunft war telefonisch reserviert, die Anlage gehört Koo, dem Thai, der bei der Dschungeltour 'als Tourist' dabei war, und seiner Schwester. Also vom Pier nach den üblichen  Fahrpreisdiskussionen und gezeigtem Desinteresse zum gewünschten Preis zum Ziel gefahren.
Diesmal wirklich direkt am Meer, Westseite also Sundowner, schöne freie Strandfläche in die Anlage hinein, weißer Sand, türkisfarbenes Meer, Bungalows an den Seiten. Die sind klein, aber sauber, Aircon, Terrasse und Hängematte. Wunderschöne Anlage, aber zahlreiche Langzeiturlauber aus D. Die Familie, wie zumindest einer von den Leuten meint. Eigentlich ja schön, die kennen sich von hier und treffen sich zwischen Dezember und Februar hier, je nachdem wer kann usw. Aber meist hängen die Leute dann nur rum und saufen. Also Abstand wahren.
Und so verging der zweite Tag.

Ja, und heute bin ich mal wieder Roller gefahren (und habe den gleich für die komplette Urlaubsrestzeit gemietet). Zunächst mit Christian, dann jeder für sich. Inselhauptwege erkunden. Das nächste Wasserfallgerinsel angesehen (ja, ja, selbst schuld, sieht in der Regenzeit ganz anders aus). Mir den berühmtberüchtigten Hat Rin Nok Beach angesehen. Keine Ahnung, wie dort zur Fullmoonparty mehr als 10000 Leute Platz haben können. Aber eine schöne Bucht und ein super Strand. Und plötzlich tröpfelt es dann tatsächlich ca 30 Sekunden, aber die fetten Regenwolken, die heute schon fast den ganzen Tag unterwegs sind, ziehen weiter. Hängemattenzeit. Faul sein. Und das erfreuliche: kaum Mücken hier. Neben Hunden und Katzen aber bisher auch nix anderes Sichtbares. Aber im Inselinneren gibt es jede Menge intakten Urwald, auch diese Insel ist weitestgehend nur an den Küsten gut erschlossen. Also noch einiges zu entdecken.

Montag, 2. Februar 2015

Nature and Monkeys

Zwei weitere Tage sind wir im Khao Sok geblieben, in Art's Riverview Lodge. Zunächst wurde der Bungalow, den wir als 'upgrade' erhalten, aber als 'downgrade' empfunden haben, getauscht. Nun stimmts wieder, ein Raum, kein Schlafsaal, direkt am Fluß. Schöne Atmosphäre.

Gestern haben wir uns Fahrräder ausgeliehen, da man mit diesen in den Park fahren kann. Leider nur zwei Kilometer, danach nur noch zu Fuß und mit Guide. Das schafft Arbeitsplätze, ist aber ärgerlich. Trauen die den Touris überhaupt nichts zu? Whatever. Wir lehnen dankend ab und verbringen ein Weilchen am Wasserfall, der jetzt in der Trockenzeit eher ein Flüßchen ist. Und sehen unsere erste Wasserschlange. Auch ohne Guide. Nur ins Wasser will ich danach nicht mehr. Begleitet von den Rufen der Hornvögel fahren wir zurück zur Lodge.
Dort gibts abends ein Lagerfeuer am Fluß, die Affen wieder hautnah und die Geräusche des Urwalds gratis. Ein abgefahrenes Konzert aus den Stimmen der Vögel, der Frösche, der Grillen und der Affen. Friedlich schlafe ich unter dem Moskitonetz ein.

Heute nur entspannen, auf der Terrasse sitzen und die Affen beobachten, durch den Fluß waten und im 'NatureCafe' unser Ressort mal von der anderen Seite begucken. Die Zeit rast und schon ist es abends. Noch zehn Tage Sommer im Winter.

 Im Ressort sind wahnsinig viele Deutsche, ist im Restaurant die Hauptsprache. Die Heimat rückt uns also auch in diesem Sinne auf die Pelle. Sitze ich lieber vor dem Bungalow. 

Vorhin haben wir festgestellt, dass wir bisher in 18 verschiedenen Zimmern genächtigt haben. Und Lust auf weitere haben und daher beschlossen, übermorgen nach Ko Phang Nga zu fahren. In letzter Zeit haben wir so viel unterschiedlich positives über die Insel gehört, das kann eine gute letzte Zeit werden. Außerdem ist dann die dort statt findende Fullmoonparty vorbei und es wieder ruhiger auf der Insel. 

Ist bestimmt auch nett, mal wieder mit warmem Wasser zu duschen. Also morgen nochmal nix tun und einfach nur die Stimmung tief einatmen. Die Seele baumeln lassen.