Mittwoch, 11. Februar 2015

Abschied, diesmal richtig

Es ist der 11. Februar, gerade beginnt der letzte Abend hier auf der Insel.

An den vergangenen Tagen habe ich noch mal Sonne, Sand und mehr genossen. Heute sind wir mit einer Gruppe privat organisiert einmal mit dem Boot um die Insel gefahren, mit Strand-, Schnorchel- und Schwimmstops. Und endlich waren mal Fische in klarerem Wasser zu sehen. Toll, das Eiland mal von der Seite betrachten zu können. Und die Fahrt hat richtig Spaß gemacht.

Jetzt sitze ich hier auf der Terrasse, blicke aufs Meer und habe 1000 Gedanken gleichzeitig. Und viele fangen mit 'warum' an. Warum ist die Zeit schon um? Warum bleibe ich nicht noch? Warum ist es in D jetzt so kalt? Aber am meisten empfinde ich Dankbarkeit, das Gefühl, wirklich beschenkt worden zu sein. Es war eine Wahnsinnszeit und ich kehre bereichert zurück nach Berlin.

Morgen haben wir dann noch den ganzen Tag bis 16 Uhr, dann geht's zum Hafen. Dort wird das Gepäck in den angepriesen komfortablen Gouvernmentbus gepackt, wir fahren noch rd 2 Stunden mit der Fähre und dann mit dem Bus nonstop nach Bangkok. Da sollen wir um 5 Uhr morgens ankommen, um 10.20 geht der Flieger. Alle Angaben natürlich in Ortszeit. No Night in Bangkok is okay.

Das wars also von meiner Seite und wir sehen uns in Berlin Berlin.

Samstag, 7. Februar 2015

Ko Pha Ngan, die letzte Etappe

Auch Ko Pha Ngan ist mehr als das, was man so gewöhnlich hört. Einerseits Partyinsel mit Fullmoon-, Halfmoon-, Darkmoon-, Dschungel- und Shivaparty. Andererseits Wellnessoase und Yoga ohne Ende. Und außerdem die Natur im Inselinneren. Straßen mit bis zu 22 % Steigung bzw Gefälle. Kurven ohne Ende. Die Buchten im Norden haben Wellengang, macht Spaß, dort zu baden. Im Westen sind flache Buchten, teilweise Mangroven und schmale Strände, die bei Flut nicht vorhanden sind. Im Süden auch kleine Buchten vor Steilabhängen, aber inzwischen fast alle auch vom Land aus zu erreichen. Im Osten war ich noch nicht an den Stränden. Ein toller Ort.

Gestern bin ich mit Hans und Hans beim Rollerfahren in eine Polizeikontrolle gekommen. Ohne Helm und Führerschein. Kostete 400 Bath, dafür habe ich jetzt eine Bescheinigung, die für sieben Tage gültig ist und die ich bei jeder weiteren Kontrolle vorzeigen kann. Cool, also nen Zehner für eine Woche Befreiung von der Führerschein- u Helmpflicht. Das müßte es in D auch geben. Fährt es sich gleich viel entspannter.

Die Touristen hier kommen aus quasi allen Ländern, wirklich multikulti und es sind alle Altersgruppen vertreten. Am Coralbeach, der bei Yogafans recht beliebt ist, gibt es eine Bar, die halten sich neben Hühnern (die hat hier fast jeder), Hunden (eine Dogge und nen Rotweiler) und Katzen ein fettes Hausschwein. Das läuft dann immer mal zwischen den Tischen herum und schubst Leute um.

In den nächsten Tagen machen einige Leute eine private Inselumrundung per Boot, mit Schnorchelmöglichkeiten, Stränden usw. Bin ich dabei. Das Wetter hier ist übrigens seit der Ankunft 'heiter bis wolkig', Sonne und Wolken wechseln sich ab bei tagsüber 27 und nachts 25 Grad. Das wird ja bald ein wenig anders. Jetzt ist Samstag und in einer Woche bin in wieder in D. Wenn's nach mir ginge, könnte ich noch einige Wochen dranhängen. Reisen, rumreisen, viele Orte kennen lernen, macht Spaß. Und Südostasien hat noch so viele mögliche Ziele. Hmmmm.

Donnerstag, 5. Februar 2015

Back to an Island or bye bye Kao Sok

Drei Tage sind vergangen.

Am letzten Tag im Kao Sok habe ich mir einen Beachchair geschnappt und mich mitten in den Fluß auf eine Sand-bzw eher Steinbank gesetzt. Nur da war Sonne, weil die Bäume und der ganze Bewuchs in der Anlage super Schatten geben. Also mitten im Flußbett, das Wasser fließt rechts und links an mir vorbei, ich liege in der Sonne, toll.
Und schon ging die Sonne unter, gefühlt vergeht die Zeit hier schneller, auch beim Nichtstun. Mit Einbruch der Dunkelheit begann das Konzert des Dschungels wieder. Schade, ne vernünftige Tonaufnahme habe ich nicht hinbekommen. Technik halt. Aber die Geräusche werde ich noch lange im Kopf behalten. Und da Vollmond ist, sind auch die vielen Vögel und natürlich die Monkeys länger aktiv und unterstützen die Grillen und die Frösche. Ich weiß, ich wiederhole mich, aber dieser Sound ist einmalig.
Ach, ein Streifenhörnchen habe ich beim Frühstück gesehen, hyperaktiv, sauschnell, akrobatisch und süß.
Und dann war der Tag rum und es heißt Abschied nehmen. Wieder einmal schlafe ich beschenkt mit unzähligen Eindrücken ein.

Am nächsten Morgen wurden wir um 7.15 (und haben vorher sogar ein Frühstück bekommen!) im Ressort abgeholt, mit'm Minivan nach Surat Thani gebracht, dort in nen Reisebuss verfrachtet und zum Pier gefahren. Warte- und Fahrzeit hielten sich die Waage. Mit der Fähre (Autofähre, die sind scheiße, versucht bloß immer mit den Passagierfähren zu fahren!) noch zweieinhalb Stunden an der/einer Aida und zwei Schlachtschiffen der thailändischen Marine sowie an Koh Samui vorbei nach Koh Pha-Ngan gefahren. Reisezeit: 8,5 Stunden. Entfernung: ca 250 km.
Die Unterkunft war telefonisch reserviert, die Anlage gehört Koo, dem Thai, der bei der Dschungeltour 'als Tourist' dabei war, und seiner Schwester. Also vom Pier nach den üblichen  Fahrpreisdiskussionen und gezeigtem Desinteresse zum gewünschten Preis zum Ziel gefahren.
Diesmal wirklich direkt am Meer, Westseite also Sundowner, schöne freie Strandfläche in die Anlage hinein, weißer Sand, türkisfarbenes Meer, Bungalows an den Seiten. Die sind klein, aber sauber, Aircon, Terrasse und Hängematte. Wunderschöne Anlage, aber zahlreiche Langzeiturlauber aus D. Die Familie, wie zumindest einer von den Leuten meint. Eigentlich ja schön, die kennen sich von hier und treffen sich zwischen Dezember und Februar hier, je nachdem wer kann usw. Aber meist hängen die Leute dann nur rum und saufen. Also Abstand wahren.
Und so verging der zweite Tag.

Ja, und heute bin ich mal wieder Roller gefahren (und habe den gleich für die komplette Urlaubsrestzeit gemietet). Zunächst mit Christian, dann jeder für sich. Inselhauptwege erkunden. Das nächste Wasserfallgerinsel angesehen (ja, ja, selbst schuld, sieht in der Regenzeit ganz anders aus). Mir den berühmtberüchtigten Hat Rin Nok Beach angesehen. Keine Ahnung, wie dort zur Fullmoonparty mehr als 10000 Leute Platz haben können. Aber eine schöne Bucht und ein super Strand. Und plötzlich tröpfelt es dann tatsächlich ca 30 Sekunden, aber die fetten Regenwolken, die heute schon fast den ganzen Tag unterwegs sind, ziehen weiter. Hängemattenzeit. Faul sein. Und das erfreuliche: kaum Mücken hier. Neben Hunden und Katzen aber bisher auch nix anderes Sichtbares. Aber im Inselinneren gibt es jede Menge intakten Urwald, auch diese Insel ist weitestgehend nur an den Küsten gut erschlossen. Also noch einiges zu entdecken.

Montag, 2. Februar 2015

Nature and Monkeys

Zwei weitere Tage sind wir im Khao Sok geblieben, in Art's Riverview Lodge. Zunächst wurde der Bungalow, den wir als 'upgrade' erhalten, aber als 'downgrade' empfunden haben, getauscht. Nun stimmts wieder, ein Raum, kein Schlafsaal, direkt am Fluß. Schöne Atmosphäre.

Gestern haben wir uns Fahrräder ausgeliehen, da man mit diesen in den Park fahren kann. Leider nur zwei Kilometer, danach nur noch zu Fuß und mit Guide. Das schafft Arbeitsplätze, ist aber ärgerlich. Trauen die den Touris überhaupt nichts zu? Whatever. Wir lehnen dankend ab und verbringen ein Weilchen am Wasserfall, der jetzt in der Trockenzeit eher ein Flüßchen ist. Und sehen unsere erste Wasserschlange. Auch ohne Guide. Nur ins Wasser will ich danach nicht mehr. Begleitet von den Rufen der Hornvögel fahren wir zurück zur Lodge.
Dort gibts abends ein Lagerfeuer am Fluß, die Affen wieder hautnah und die Geräusche des Urwalds gratis. Ein abgefahrenes Konzert aus den Stimmen der Vögel, der Frösche, der Grillen und der Affen. Friedlich schlafe ich unter dem Moskitonetz ein.

Heute nur entspannen, auf der Terrasse sitzen und die Affen beobachten, durch den Fluß waten und im 'NatureCafe' unser Ressort mal von der anderen Seite begucken. Die Zeit rast und schon ist es abends. Noch zehn Tage Sommer im Winter.

 Im Ressort sind wahnsinig viele Deutsche, ist im Restaurant die Hauptsprache. Die Heimat rückt uns also auch in diesem Sinne auf die Pelle. Sitze ich lieber vor dem Bungalow. 

Vorhin haben wir festgestellt, dass wir bisher in 18 verschiedenen Zimmern genächtigt haben. Und Lust auf weitere haben und daher beschlossen, übermorgen nach Ko Phang Nga zu fahren. In letzter Zeit haben wir so viel unterschiedlich positives über die Insel gehört, das kann eine gute letzte Zeit werden. Außerdem ist dann die dort statt findende Fullmoonparty vorbei und es wieder ruhiger auf der Insel. 

Ist bestimmt auch nett, mal wieder mit warmem Wasser zu duschen. Also morgen nochmal nix tun und einfach nur die Stimmung tief einatmen. Die Seele baumeln lassen.

Samstag, 31. Januar 2015

Into the wild

Nachdem alle bisherigen Versuche, mal von der Zivilisation weg zu kommen, nicht so richtig geklappt haben, versuchen wir es jetzt im Khao Sok, dem wohl ältesten ursprünglichen Regenwald der Erde. Um weite Teile zugänglich zu machen, haben die Thais einen Staudamm (der ist aus Lehm) gebaut und dadurch ist ein riesiger See entstanden  der Chiang Lan. Ein Teil des Sees wurde für den Tourismus freigegeben. Dort tuckern die Longtails an den Ufern entlang, auf der Suche nach wilden Tieren, die stolz präsentiert werden. Auf diese Art, den Wald zu erkunden, haben wir uns eingelassen, zwei Tage mit Übernachtung und Vollverpflegung (klar, 'n Spätie gibt's da nicht). Also morgens die Unterkunft räumen (man zahlt hier im Khao Sok nicht für ein Zimmer, das nicht genutzt wird, sondern stellt den Rucksack in einen verschlossenen Raum und entscheidet nach Rückkehr, ob man bleibt), die nächste Unterkunft ist ja schon gebucht und um neun geht's los, mit'm Minivan, der uns und 12 andere Bewohner der Anlage abholt. Gemischte europäische Gruppe, ein Berliner, zwei Bayern, zwei Däninnen, Engländer, Franzosen und ein Thai, der - wie er selbst sagt - als Tourist unterwegs ist.

Der Fahrer, der zugleich unser Tourführer sein wird, macht einen sympathischen Eindruck und spricht ein gutes englisch. Noch sympathischer macht ihn, dass er bei einem Zwischenstopp seine zwei kleinen ca. 2 und 5jährigen Töchter in den Bus holt, die die Tour was den Bootsteil betrifft, mitmachen. Das war ne lustige Situation, weil alle im Bus guckten, wie er nacheinander beide Mädchen in den Bus auf den Beifahrersitz hob und beiden nacheinander an einem Haltegriff an der A-Säule den Kopf stieß. Beim zweiten mal lachte der halbe Bus.

Mit dem Van zunächst 'ne Stunde oder länger (habe meist geschlafen) bis zum Hauptpier des Chiang Lan. Dort rauf aufs Boot und erstmal eine ganze Weile über den See, immer vorbei an in der Ferne oder der Nähe hochaufragenden Kalksteinfelsen. Die haben wir in den letzten Tagen ja schon häufig gesehen und es erzeugt bei mir schon ein ungewohntes Gefühl, die Vorstellung, über Täler zu fahren, denn nichts anderes ist der See, überflutete Täler. An den Ufern oder in deren Nähe stehen an vielen Stelle Baumskelette, ragen aus dem Wasser heraus. Diese Landschaft so völlig frei zu sehen macht Spaß. Einfach nur 'wow'.

Übrigens ist dies der feuchteste Ort in Thailand, wie wir noch erfahren werden. Solange die Sonne nicht scheint, trocknet hier nichts.

Nachdem wir ungefähr eineinhalb Stunden mit dem Longtail den See entlanggefahren sind und ich gefühlt so viele abgefahrenen Gesteinsformationen gesehen habe, wie in der ganzen Zeit zuvor, fahren wir in eine kleine Bucht. Dort schwimmen vor einer Landzunge wie an der Kette aufgereiht kleine durch einen ebenfalls schwimmenden Steg miteinander verbundene Bambushütten. Da ziehen wir jetzt für ca 24 Stunden ein. Geil. Also raus aus'm Boot, das Tagesgepäck in die Hütte, ne entspannte Kippe rauchen und erstmal ab ins Wasser. Dann zum zentralen Punkt der Anlage, dem Restaurant/Bar/Gammel/Quatschplatz, denn es gibt Mittagessen. Weiter, wird uns erklärt, geht es heute zunächst mit einem walk einem Flußbett aufwärts folgend zu einer Cave. Dort wird es nass, außerdem wird unbedingt festes Schuhwerk benötigt. Endlich! Die Aigerschuhe kommen zum Einsatz, nachdem ich den überwiegende Teil der Zeit mit Flip Flops unterwegs bin. Okay, ich bin gewappnet.

Dachte ich. Die Strandtasche konnte ich im Boot lassen, also mit Badehose, Shorts, Tshirt, Strümpfen und Schuhen bekleidet los, dem Guide folgend, der uns im vorbeigehen einiges erklärte, auf Kleintiere aufmerksam machte und immer wieder durch den Fluß, der jetzt in der Trockenzeit nicht viel Wasser führte. Anfangs versuchten wir noch, über Steine oder Baumstämme balancierend trocken rüber zu kommen. Aber irgendwann ging es nicht mehr und das Ganze machte einen Riesenspaß. Also bereits mit nassen Füßen kamen wir am Eingang der Cave an. Da es drinnen dunkel ist, werden Helmlampen verteilt und schon geht's wieder rein ins Wasser, bis zu den Unterschenkeln, vorbei an bzw unter Fledermäusen, dann bis zu den Knien. Nachdem wir so eine Zeit lang dem unterirdischen Flußbett gefolgt sind (dat geht nicht, wenn's regnet!), stoppt der Guide und sagt, wir sollen alle wasserempfindlichen Gegenstände wasserdicht verstauen. Da ich mir zu diesem Zeitpunkt bereits Gedanken um mein Handy und den Tabak machte, nahm ich das Angebot gern an.

Und dann ging's richtig rein ins Wasser, bis zur Hüfte, knapp darüber. Wie gesagt, wir sind in einem Flußlauf, der bei Regen vollständig mit Wasser gefüllt ist. Und das Gestein ist unterschiedlich ausgewaschen. Wenn man Glück hat und höhere Stellen mit den Füßen trifft, geht's nicht so tief runter. Direkt daneben ...

Schließlich kamen wir an eine schmale Stelle, bei der alle bis zum Hals ins Wasser mussten. Daß das kalt war, spielte eh keine Rolle. Es war einfach nur geil, irre, unerwartet. Kurz danach waren wir am Ende, der Höhle und manche auch der Kräfte. Die wasserdicht verpackten Utensilien wurden wieder verteilt und ich qualmt patschnass eine trockene Zigarette. Zum Schluß den Weg zurück zum geparkten Boot, dabei passierte mir dann das erste Mißgeschick der Reise, aber nur 'n bißchen das Schienbein abgeschürft, und entspannt mit dem Boot zurück zum Camp.

Die Kleidung wurde dann übrigens nicht mehr trocken und ich lief den Rest des Tages nur noch in Badehose rum. Am nächsten wars eh egal, wie man ohnehin ständig nass war.

Abends machten wir dann noch eine sog. 'Nightsafari', meint, mit dem Boot wie auch sonst an den Küsten entlang, nur mit'm Suchscheinwerfer. Haben wir dann auch irgend eine fliegende Echsenart, ne Eule und einige Hornvögel gesehen. Die sind wohl selten, hier nicht so. Schließlich gab's noch Abendessen, habe mich an den gebratenen Fisch rangetraut und war lecker. Abhängen vor der Hütte, bei Licht! (hatte allerdings widerum den Nachteil des Generatorkrachs, der hinter den Hütten an Land stand)

Jedenfalls bin ich schnell erschöpft und glücklich eingeschlafen.

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Morgens wecken um halb sieben, zum 'morning mist' Bootsausflug. Ohne Frühstück, das gibts danach.
Mysterytour, die Berge nebelverhangen, Wolken am Himmel, teilweise kommt die Sonne durch und nach der nächsten Biegung kommen wieder neue unglaubliche Bilder. Nur 'n bißchen frisch, so mit nassen Klamotten. Und wieder sehen wir die Hornvögel, diesmal wie sie von ihren Schlafplätzen aufbrechen. Schön. Erhaben.

Dann endlich Frühstück, immerhin, 'n Pancake, frisches Obst und Honig dazu, etwas was wie Kaffee aussieht getrunken, und noch ein wenig relaxt,  bevor die Hütten geräumt werden müssen. Schade, echt ein schöner Ort.

Wir fahren dann noch eine Weile den See entlang und landen schließlich an einer kleinen Bucht, von der aus noch ein Treckingausflug startet. Dabei geht's anspruchsvoll den Berg rauf und an anderer Stelle wieder runter. Wir sehen Termitenbauten, Hornissennester, die bisher größte Ameise, die ich je gesehen habe, Bärenspuren und laufen durch die wild wuchernde Natur. Macht schweißtreibend Spaß.

Der schließlich sein Ende findet, wir ins Boot steigen und kurz zu einem anderen schwimmenden Camp gebracht werden, wo nochmal Nahrungsaufnahme angesagt ist. Danach zurück zum Pier. Und damit sich jeder an die Tour erinnert ... oder auch nur, weil Wind von vorne weht ... werden wir alle noch gründlich durchnässt. Scheißegal.

Vom Pier aus geht's zurück zum (bisherigen) Ressort, Rucksack holen und die 1,5 km zu 'Art's Riverview Lodge' laufen. Dort die Nachricht, wir bekämen ein Upgrade und einen größeren Bungalow. Aber was sollen wir mit einem Bungalow, in dem drei Betten stehen und der ein wenig an einen Schlafsaal erinnert?  Klar, in dem von uns bereits gemieteten und bezahlten ist ne Thaifamilie. Darüber ist morgen zu reden. Aber nicht mehr heute. Bungalow Schlüssel geschnappt, rein und unter den 'waterfallshower'. Na ja, ist Trockenzeit, da führt kein Fluss viel Wasser. Aber kalt und ausreichend, um nass zu werden. Schon wieder.

Abends von der Terrasse des Restaurants der Anlage den Affen beim spielen zugeguckt. Während wir beim essen waren, kletterte ein Affe im Dachgebälk herum und pisste auf den Boden, knapp 1,5 m von uns entfernt. Jut so! Und zur Klarstellung: die werden nicht von der Anlage gehalten, es gibt hier nur keine natürlichen Feinde mehr. Die sind auch nicht zutraulich und lassen sich nicht streicheln. Man lebt in Koexistenz, was für die Anlage natürlich ne Attraktion ist, klar.

Letztlich wieder müde aber glücklich ins Bett.

Zwei absolut tolle Tage.

Donnerstag, 29. Januar 2015

Khao Sok - Die Ankunft

Nach den miesen Erfahrungen des gestrigen Tages verwöhnt uns ausgerechnet unsere Unterkunft mit dem bisher schönsten Sonnenaufgang unserer Reise. Dann gleich nochmal mit einem richtig guten Frühstücksbuffet. Das wars dann auch, der Hotelmanager war zu einer Teilrückerstattung des Tickets für den gestrigen Trip nicht bereit aber man werde natürlich nie wieder an diesen Bootseigentümer vermitteln. Blah blah. Die Angestellte, die uns den Trip vermittelte, hat uns dann aus eigener Tasche ein wenig zurückgegeben. Ob's stimmt? Egal, raus und weg.

Zum Pier gelaufen, in einen Minibus eingestiegen (vorne ein PKW mit auf das wesentliche Instrument, den Ampheremeter, reduziertem Instrumentenboard, hinten 'ne überdachte Miniladefläche mit Sitzen), der bringt uns nicht etwa zum Busbahnhof, sondern zu einem Ticketvermittler. Aber die Thais wollen ja nur helfen und der reguläre Bus ist mehr als 3 Stunden unterwegs während für nur 100 Bath mehr der nächste MiniVan direkt von hier in 'ner halben Stunde abfährt. Nur 100 Bath mehr? Okay.
Aus der halben Stunde wurden dann zwar 75 Minuten (es gäbe wohl eine Polizeikontrolle und der Fahrer müsse pusten oder so) aber schließlich ging's los und in den zugesicherten zwei Stunden waren wir am Ziel.

Fazit zu Phang Nga: wunderschön, nur nix mit Thais. Der bisher und vermutlich auch zukünftig einzige Ort der Reise, an dem wir uns als Touris verarscht vorkamen.

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Also am Ziel. Dort zeigt sich Thailand gleich wieder von einer anderen Seite. Der Khao Sok Nationalpark beherbergt einen uralten ursprünglichen Regenwald in dem jede Menge Säugetierarten, Vögel, Nager, Raubtiere und was weiß ich leben. Irgendwann haben die Thais einen Staudamm gebaut und dadurch einen Teil des Parks geflutet. Entstanden ist ein großer See, der die zerklüftete Landschaft noch gigantischer erscheinen lässt. In einem Taleinschnitt am südlichen Rand des Parks verläuft eine Stichstraße, an der sich alle Ressorts angesiedelt haben, in der ursprünglichen Dschungellandschaft und mit dem Versuch, diese möglichst zu erhalten. Ist schließlich ihr Kapital. Einige Ressorts sind wirklich richtig in den Wald reingebaut, an einem kleinen Fluß, unter 15 m hohen Yukkapalmen und noch höheren Ficusbäumen.

Genau dort finden wir Quartier, am morgen telefonisch reserviert und freundlicherweise an der Haltestation des MiniVan abgeholt. Sofort ist die entspannte Atmosphäre wieder da, die Menschen sind zuvorkommend aber nicht aufdringlich. Unser auf hohen Stelzen stehender Bungalow direkt am Fluß bietet zwar nicht viel Aussicht (dafür ist der Pflanzenbewuchs zu stark) aber eine wahnsinnige Geräuschkulisse, wie wir am Abend hören durften. Vögel, Frösche, Grillen und Affen. Denen sind wir auch schon begegnet, als wir zu Fuß das Umfeld erkundet haben. In allen Ressorts gilt: nix draußen liegen lassen und immer alle Fenster und Türen geschlossen halten. Die Affen klauen, was sie kriegen können. Vielleicht übertreiben, wir werden sehen.

Jedenfalls gefällt mir, was wir beim rumlaufen sehen. Klar, hier ist der Ort an dem die Touristen unterkommen. Insofern ist alles soweit erschlossen, es gibt sogar einen Geldautomaten. Aber auch hier habe ich wieder den Eindruck, daß dies liebevoll geschieht, alles ins Umfeld, in die Umwelt integriert wird und nicht wie in D umgestaltet und neugeformt wird.
Ein Ressort hat es uns angetan. Direkt an einem Steilabbruch eines der auch hier 'herumliegenden' Karstfelsbrocken gelegen an dem der Fluß entlangfließt mit einer Badestelle, unterschiedlichsten Bungalows und gefühlt richtig im Urwald. Mit Wasserfalldusche im Bungalow. So einen beziehen wir übermorgen. In Art's Riverview Lodge. Morgen starten wir eine zweitägige Tour durch den Nationalpark inklusive Übernachtung auf 'floating houses'.

Ein overflow an Eindrücken. Einfach nur schön.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Nightmeer

Auf nach Phang Nga. Das bedeutet um 5.30 Uhr vor der Sonne und jedem Hahn (aber nach einigen Kollegen, kicher) aufstehen, verschlafen einen Kaffee (guter, aus der Espressomaschine, aber mehr is um die Zeit nich) trinken und mit dem Aufgang der Sonne die Lebensgeister erwachen fühlen. Um 6.30 werden wir zum Pier gebracht, wo das Taxiboot schon wartet. Um nämlich zu unserer Fähre (ein richtig solides großes Longtail) zu gelangen, müssen wir erstmal auf die Nachbarinsel übersetzen. Dann mit einem Pickup zu einem anderen Pier und dann erst auf die Fähre. Klang für mich als Berliner bisher immer recht kompliziert, ist es aber nicht. Hat super geklappt, nach ner guten halben Stunde waren wir viel zu früh am Pier.

Um 7.30 geht's dann los in einen leider recht trüben, teilweise wolkigen Tag und mitten zwischen den im Wasser liegenden Karststeinformationen hindurch. Und da ist wieder dieses tolle Feeling, der Tag beginnt eigentlich erst, die Sonne steigt auf, es wird wärmer, der Wind ist bereits warm, die Wasserspritzer sind angenehm, ich stehe vorn im Boot das an den riesigen Steinbrocken im schwachen Wellengang vorbei gleitet, während das Motorengeräusch mich sanft einlullt. Wunderschön.

Wie vorgesehen kamen wir um 9.30 in Ta Dao, ca 8,5 Km von Phang Nga Town entfernt an. Super, die Stadt soll eh nur häßlich und langweilig sein, also suchen wir uns gleich hier ne Bleibe. Aber erstmal Frühstück, Nudeln mit scharfer Currysoße, frisches Gemüse (soll man ja auf keinen Fall essen, sagen die Reiseführer), lecker. Dazu Kaffee. Während des essens (wie auch während der gesamten folgenden Zeit, sobald wir unser Hotelzimmer verlassen) werden wir schon von diversen hilfsbereiten Menschen, die uns Unterkunft, Boottrip, Marihuana (in genau der Reihenfolge) anbieten, zunächst belästigt, später nur noch genervt.

Gut, da uns alle Angebote wenig vertrauenerweckend vorkommen gehen wir erst mal ins Touristeninfooffice, gleich gegenüber, und landen dann in einem ca 100 m entfernten Hotel, einem heruntergekommenen Betonklotz mit sehr freundlichem und zuvorkommenden Personal, dass die Schweinepreise für Speis und Trank aber nicht rechtfertigen kann. Egal, nur für eine Nacht.

Also eingecheckt, nach kurzem überlegen auch gleich über das Hotel ein Longtail für eine 'private Tour' gebucht und eine Stunde später geht's los, rein ins Boot und auf ins .....

.... Gewühl. Nun sind wir doch noch dort angekommen, wo wir nicht hinwollten. Die Bucht ist rappelvoll mit anderen interessierten Massen. Okay, dafür kann keiner was, wir sind schließlich auch hier. Einerseits die wunderschöne Natur, andererseits die Massen.
Wir wollten Kajakfahren. Geht ja hier, hieß es. Stimmt auch, aber nur zusammen mit ca 5000 anderen Menschen. Und nix mit selber paddeln. Du wirst gepaddelt. Ginge auch nicht anders, bei dem Gewühl, denn die Longtails, viele Longtails, sind mittendrin. Dann durch die Grotte, ein totales Gedrängel; gefehlt hat eigentlich nur jemand, der den Verkehr regelt. Der Horror. Neckermann. Schnell weiter.

Leider war weiter auch nicht so einfach, wegen englisch und thai. Also den Plan, den wir vom Hotel bekommen haben, gezeigt. Meine Wahrnehmung dessen, was zwischen Christian und dem Captain lief: Ohne Kajak sind wir in 1,5 Stunden durch, alles andere ist zu weit weg. Gebucht hatte wir eine 5-Stunden-Tour zu von uns bestimmbaren Zielen. Um's kurz zu machen: es war scheiße. Der Tip laberte die ganze Zeit irgendwas in einem Mix aus Thai und Brockenenglisch,  Christian versuchte ihm unentwegt etwas begreiflich zu machen, das erkennbar weit über seinen Horizont ging. Dreck. Ach ja, die sog. James-Bond-Insel, ein kleiner Popelfelsen dessen Namen ich nicht weiß (ist aber auch unwichtig, da wollt ihr nicht hin) habe ich auch gesehen. Und nicht mal nen Bekannten getroffen.

Dennoch, trotz alldem finde ich es schon beeindruckend diese Landschaft aus der Nähe zu sehen. Das machen mir auch die vielen Menschen und der idiotische Bootslenker nicht kaputt.

Mal sehen, was die Reklamation bringt. Die vom Hotel wollte mit dem Bootsmenschen reden und uns morgen früh berichten. Wahrscheinlich war alles nur ein Mißverständnis, natürlich können wir auch zu den anderen Inseln fahren. Echt nur die totale Abzocke hier. Hier noch nen Tag bleiben? Never!

Morgen geht's weiter in den Kao Sok Nationalpark.

Dienstag, 27. Januar 2015

Ko Yao Yai, die verschlafene Schönheit

Wir sind noch auf Yao Yai. Und zurück in unserer Wunschunterkunft, bei der Chris sich fragt ob das auf den Bungalow ohne AirCon und Kühlschrank noch zutrifft. Ist drinnen wärmer als draußen und der Ventilator schafft nur bei höchster Stufe (und Lautstärke) ein wenig Linderung. Mir ist es wurscht. Die Anlage selbst hat eine angenehme Vibration, wird von buddhistischen Thais betrieben, mit Sandstrand, Frühstücksbuffet, nett.

Und ich erlange fleißig Fahrpraxis, die Insel rauf und runter. Was Anspruchsvolles ist auch dabei, ich will das nicht Straße nennen, obwohl es auf dem Plan durchaus als solche, wenn auch als 'dirt road', bezeichnet wird. Jedenfalls gibt es ein paar Teilstücke, die als Feldweg, vom Wasser ziemlich ausgewaschen, mit tiefen Rinnen und durchsetzt mit Steinklumpen, bezeichnet werden können. Und das dann noch steil rauf und runter, an der Küste entlang. Funny.

Außerdem entdecken wir echt schöne Ecken, einen richtigen Traumstrand, 'ne Sandbucht mit Palmen, Haus und Hängematte, eine Bar auf der Westseite der Insel, die ein Thai aus Phuket dabei ist, entstehen zu lassen. Eigentlich nur ein Stück Abhang aber er hat Wege, Treppen, Terrassen irgendwie dahin bekommen und der Blick von zwei bis fünf Meter über dem Meer auf eben jenes ist einfach nur geil.

Von hier aus geht's dann in den Phang Nga Maritim Nationalpark um die Karstfelsen mal aus der Nähe zu sehen.

Samstag, 24. Januar 2015

Inselhopping, die Fünfte

Es geht weiter nach Ko Yao Yai, einer meist nur schmalen aber 45 km langen Insel zwischen Pukhet, Phi Phi und Lanta. Dort ist es ruhiger, unerschlossener. Außerdem muslimisch, also Alkohol nur in den Ressorts. Mal wieder morgens in den MiniVan, der uns nach Krabi bringen soll, von wo aus es mit dem Speedboat weitergeht.
Um es kurz zu machen: für die ca 60 km nach Krabi benötigt der Van vier Stunden, auch weil kurz nach Beginn der Fahrt zwei Fähren genommen werden müssen und das anstehen ewig dauert. Als wir endlich am Pier in Krabi ankommen, ist das Speedboat weg. Da der Fahrer anscheinend mit der Situation überfordert war, erklärt er, er müsse nur schnell parken ... - ... und gibt Gas. Also auch weg. Christian schnappt sich das Handy und ruft im Resort, in dem wir die Tickets gekauft haben, an. Kurze Zeit später kommt der Fahrer wieder, organisiert eine Überfahrt mit dem Longtail und gibt uns 'ne Rückerstattung des zuviel gezahlten Ticketpreises. Das ganze ohne ein Wort. Es gibt sie also auch, die thailändischen Arschlöcher.

Kurz darauf geht's los, im völlig überfüllten Longtail, dessen Captain kaum die Augen offen halten kann. Da das Boot so tief im Wasser liegt, zieht es vorn auf beiden Seiten Wasser und die Bilgepumpe gibt alles, wenn ihr Ausland mal über der Wasseroberfläche ist. Aber die Thais wissen ja, was sie tun und das Meer ist spiegelglatt. Also kann ich mich auf die absolut traumhafte Landschaft, die mir bereits während der Busfahrt aufgefallen ist, konzentrieren.

Und die ist wirklich der Wahnsinn. Im Meer wie auf dem Land liegen wie hingeworfen jede Menge Kalksteinformationen, teils wie Berge, teils wie einzelne riesige Gesteinsbrocken. Dadurch ist die Landschaft stark zerklüftet, neben glatten Landlächen steigt abrupt eine Steilwand von 50 oder mehr Metern an. Die im Wasser liegenden Brocken sind Inseln, klar, von klein bis ganz klein, immer überwuchert von Grün. Zwischen denen fahren wir dahin, ne knappe Stunde. Toll.

Am Pier in Ko Yao Yai angekommen wartet schon der Pickup, pickt uns up und 10 Minuten später sind wir im Ressort. In die Anlage verliebe ich mich quasi sofort, vom Bungalow (mit eigener Außendusche!) Blick aufs Meer und die Inselchen der Bucht von Krabi. Ein Infinitypool, viel Schatten, das Essen ist gut und ein paar Tage Erholung sind gewiss.

Bis uns Abends der 'Manager' mitteilt, wir müssen morgen ausziehen, da kein Bungalow mehr frei ist. Da die normalen Verhaltensweisen, mit denen gewöhnlich in Deutschland auf solche Situationen reagiert wird, hier sinnlos sind, sagen wir nur, wir wollen bleiben und was man da tun kann. Kurze Zeit später ist eine Ersatzunterkunft für eine Nacht organisiert, danach mal gucken. Die Kröte müssen wir wohl schlucken. Mit dem Wissen, dass dies vielleicht meine einzige Dusche im Freien ist, genieße ich diese im dunklen bei Mondschein. Wow.

Wieder ein Tag, an dem ich eigentlich kaum was gemacht habe aber dennoch fertig bin. Ist wohl das Klima...

Da fällt mir ein, Ich wollte ja auch schon ne Weile was über die Tierwelt hier in der Andamanischen See schreiben. Ich habe keine Ahnung, wie intakt oder kaputt sie ist. Aber ich habe so viele verschiedene auffallende Tierarten gesehen um den Eindruck zu gewinnen, dass zumindest vieles noch vorhanden ist. Das Schauspiel beginnt täglich am Morgen. Der Tag wird von den Vögeln begrüßt, den unterschiedlichen Geräuschen nach von diversen Arten. Es folgen die Grillen, Froscharten und und und. Den ganzen Tag und auch die ganze Nacht sind die Geräusche der Natur die intensivste Geräuschemission, sobald man sich von den Partyzonen entfernt. Zum Sonnenuntergang gehts dann richtig los. Die Tagaktiven geben nochmal alles und die Nachtaktiven künden lautstark von ihrer nunmehr aktiv vorhandenen Präsenz. Das ist für mich als Großstädter so neu, so schön und zugleich so normal, so, ... ja, natürlich. - Mann, sind wir weit weg davon.
Zu sehen sind beim rumfahren ständig Seeadler, immer wieder Affen, sxhwarze und weiße Reiher, bei Dunkelheit Flughunde (zB beim nächtlichen Rollern, als'n Batman zwischen mir und Christian hindurchflog) und immer wieder etliche Vogelarten. Da kommt Mensch einfach natürlich runter, wird entspannt, relaxed. Allein schon die Tierwelt, die Vielfalt ist so anders als in Europa. Ich verstehe inzwischen die Leute, die schon vor 20 Jahren von Asien geschwärmt haben. Auch wenn ich denen nicht begegnen will, weil die meist nur über das verlorene Paradies labern. Einige Male auf der bisherigen Reise so geschehen. 
Also: ich finds toll so wie ichs vorfind.

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Den nächsten Morgen beginne ich natürlich mit einer Dusche. Dann zum Manager, alles ist geklärt, nach der einen Nacht 'auswärts' können wir einen Bungalow für die nächste Zeit haben, allerdings nur Ventilator, keine AirCon. Dafür aber günstiger, wir können also länger bleiben. Jut. Also wieder Rucksack packen (der hat inzwischen ein neues Packsystem, alles was nicht benötigt wird nach unten - also ca 2/3 dessen, was ich rumschleppe - der Rest von oben leicht erreichbar), aber nur an der Rezeption abgeben und 'mit Handgepäck' in den Tag. Insel erkunden. Rollerfahren!

Der erste Eindruck bestätigt, im verschlafenen, ruhigen Thailand angekommen zu sein. Kaum Touristen außerhalb der Ressorts (davon gibt es einige und meist ziemlich hochpreisig, aber auch abgefahrene 113 qm-Bungalows mit Stelzenterrasse direkt am bzw überm Meer!), wenig bis gar kein Autoverkehr (und wenn dann Pickups, um Touris zu befördern), die Insel fährt Roller. Echt. Angefangen im Alter von ca. 6 oder 7 Jahren. Wirklich. Noch extremer als auf Koh Samed. Kleine verschleierte Mädchen aufm Roller den Waldweg von der Schule zum elterlichen Haus entlang).
So macht das Ganze ja noch mehr Spaß. Der Straßenzustand der Hauptstraße, die die Insel von oben nach unten durchzieht, läßt eine Geschwindigkeit von 50 kmh zu, Helm muß nich', weil Insel (außer Phuket, aber das ist ja schon fast keine Insel mehr), und Gas.

Nach einem Tag kreuz und quer über fast die gesamte Insel ist mir klar, warum hier jeder so früh wie möglich Roller fahren lernt. Die Entfernungen sind doch recht groß, an ein öffentliches Transportsystem ist nicht zu denken, läßt schon der Zustand der Straßen nicht zu, also was bleibt ihnen übrig?

Außerdem ist die Anpreisung der Strände vielleicht ein wenig großzügig, denn bis auf einige wenige Kleinere sind diese nur bei Ebbe vorhanden. Ebbe ist zur Zeit nachts.

Die üblichen Probleme mit dem Tourismus wurden - wie ich finde - genial gelöst. Durch das Alkoholverbot, das außerhalb aller Ressorts gilt, sind die Leute in den Anlagen, die Bevölkerung ist mehr oder weniger über die ganze Länge der Insel verstreut, ich bin im islamischen Teil Thailands angekommen.

Ich finds sauberer, auch schon auf Lanta, aber hier noch deutlicher.
Die Menschen lächeln mich wirklich ständig an, wenn ich an ihnen vorbeirolle. Da kann ich nur zurück-.. hm, ...-grinsen, denn lächeln heißt Mund auf und Insekten rein.Touris sind also noch nicht alltäglich. Schön.

Ich muss es nochmal sagen: die Geräuschkulisse abends auf der Terrasse, zB beim bloggen, ist der Hammer, an- und abschwellend, wie das Meeresrauschen, vielstimmig, sowas von geil....

Also mir gefällts hier. Aber leider nix mit baden, wie so oft schon.

Zumindest kann von hier aus ein Tagestrip zu den Inseln vor Phang Nga und die dortige Bucht gestartet werden. Und vielleicht mal Quad fahren, auch ohne Schlamm weil Trockenzeit und Winter (ach ja, hier ist ja Winter, kicher).

Schön, hier zu sein.