Sonntag, 21. Dezember 2014

Kleine Insel, tolle Zeit

Es ist inzwischen Sonntag, der 21.12.2014. Ich bin den dritten Tag auf Koh Samed. Heute habe ich das Gefühl, angekommen zu sein, hier, in Thailand.
Bootsausflug zu den benachbarten Inseln des Nationalparks. Koh Samed ist nämlich Teil eines Nationalparks, der die Inseln und einen Teil des Festland umfasst. Das hat zum Beispiel die Folge, dass alle Häuser nur unter den bestehenden Bäumen gebaut werden dürfen. Also keine Häuser über zwei Stockwerke und alles unter den Bäumen 'versteckt'.
In die 'SeaBreeze', einem von Thais direkt betriebenen Restaurant, gegangen, da Christian noch schlief (gleich 15 m vom Hoteleingang, direkt am Strand mit Blick auf die Morgensonne, unter Sonnenschirmen - denn es brutzelt in der direkten Sonne, auch um viertel nach acht - die äußersten Tische stehen im Wasser), angenehm, entspannt, geil.
Kaffee und Wasser musste her. Das was kam war farblich korrekt. Fürs Wasser kein Problem, der Kaffee, viel Zucker und Milch, noch mehr Überwindung und immer wieder Wasser zum Mund spülen und es war ein fantastischer Tagesbeginn. Während der ersten Zigarette begann sich dann auch der Darm zu entspannen. Also alsbald zurück zum Hotelzimmer, keiner da, klopfen, Hämmern, durch den Kopf ziehende Gedanken an Schlüsseldienste, Whattsappnachricht an Christian, zurück zum Strand, nix, kein Christian, die Hitze des Morgens wurde verstärkt durch die Hitze, die nach draußen drängte. Nach 'ner viertel Stunde (in meinem Zustand einer Annäherung an endlose Folter) kam ein Lebenszeichen von Christian, kurz danach getroffen, Schlüssel gekrallt und entspannt.
Dann also auf zur Bootstour. Natürlich mit dem Speedboot,  zwar der kleineren Variante, mit nur ca. 400 PS, aber immerhin! Die Tour war einfach nur geil. Eine Gruppe aus Asiaten (Thais, Chinesen), Amis, irgendwas nordischem, und was weiß ich. Die Deutschen mittendrin. Es galt, fünf Inseln in sechs Stunden zu erkunden. Die erste Insel war zugleich der längste Aufenthalt. Schon das ranfahren war der Hammer. Über der Insel kreiste ein Riesenschwarm von Flughunden. Am Tag. Bei ca. 35 Grad! Dort angelandet, Möglichkeit zum schnorcheln (für mich nicht der burner), während Essen vorbereitet wurde (an einem langen Tisch für alle), lecker Reis und Bratspieß mit nem Stückchen Hähnchen und Ananas - Premiere nach x Jahren, Huhn! -, lecker, kurze Exkursion zum Aussichtspunkt, was meint an zwischen den Bäumen gespannten Seilen einen Abhang hinauf, an dem Skisprungwettbewerbe statt finden könnten. Okay, leicht übertrieben aber bei der Hitze schon astrengend. Belohnung: wirklich tolle Aussicht bei null Wind und dem Gefühl eines Backofens. Schön, wenn man's mag. Dann vor die nächste Insel, dort schnorcheln durch eine natürliche Toröffnung im Fels. Hatte ich keine Lust. Weiter vor eine weitere Insel, dort schnorcheln zwischen Fischschwärmen, sehr tolle Erfahrung, die gucken dich an, sind um dich, ganz nah und berühren dich nur, wenn beabsichtigt. Geil. Danach noch anlanden an zwei weiteren Inseln, Möglichkeit zum Snack und dann zurück zum Strand in Koh Samed. Bis auf die erste sind es kleine Inseln, keine dauerhaft bewohnt aber als Einnahmequelle für den Tourismus genutzt. Kein Plan, ob das gut ist, jedenfalls empfinde ich das Wasser optisch nicht wirklich als sauber. Egal.
Um kurz nach fünf wieder am Strand und kurz danach im Fischrestaurant vom Morgen zwei Bier getrunken, mit Blick auf das Wasser und schön relaxed. Dann zum Zimmer, frisch machen, wieder zum Fischrestaurant und essen. Chillen auf Liegen am Strand, Cocktail, Bier, dann zur Reggaebar und der Abend nahm seinen Lauf.....
... was meint, dass die freundliche Bardame (Thaireggeastyle) uns gern für 1000 Bat 'n kleines Tütchen mit Ganja verkauft. Nach dem gestrigen Erlebnis am gleichen Ort mit einem Norweger, mit dem wir in ca 2 Minuten drei Tüten gezogen und wenig gemerkt hatten, sollte es halt ein Versuch sein. Dementsprechend wurde dosiert. Nur dass die Bardame wohl 'nen Blick für Bedürfnisse hat. Ergebnis: rauchen im Liegestuhl mit Blick aufs Meer. 10 Minuten später war allein die Vorstellung an Bewegung zu viel Bewegung. Irgendwann dann doch los - Chrille hat immer Fressflashs nach dem rauchen, leider war es schon zu spät und alles zu, wie wir eben. Kommunikation lief in eine Richtung, Chrille sah mich an, lächelte freundlich und befand sich ansonsten in einer tiefen Meditation. Irgendwann im Hotelzimmer angekommen und schlafen..