So schön auch Phuket ist, so fehlt mir die Mischung zwischen relaxtem Strandfeeling und Action. Es geht nur eines. Also machen wir uns auf nach Koh Phi Phi. Taxi mit Taxameter telefonisch geordert (die Taxifahrer verlangt sonst locker den doppelten Preis) und über die komplette Insel zum Hafen von Phuket-Town. Während der Fahrt die diversen Transportangebote des Fahrers ignoriert (jeder versucht, seinen Deal zu machen) und am Hafen das Fährticket gelöst. Rauf auf die Fähre, nach oben aufs Sonnendach und sofort stellt sich Südseefeeling ein. Toll.
Nach rd 3 Stunden Fahrt Ankunft auf Koh Phi Phi. Erster Eindruck am Hafen: oh Gott, schlimmer als jede Butterfahrt. Auf dem Pier jede Menge Menschen, die aufs Boot wollen, wir und die unzähligen anderen müssen aber zunächst runter. Folge: ein tierisches Gedränge und die Frage, wo wir hier gelandet sind...
Belagert von netten Menschen, die dir Unterkünfte aufdrängen wollen in eine Bar und durchatmen. Ein Telefonat später haben wir einen Bungalow an der Ostseite der Insel, im Phi Phi Hill Ressort. Da es auf der Insel keine Straßen und keine Autos gibt rauf aufs Longtailboat und drei Beaches zum Ressort schippern lassen. Wie der Name schon ankündigte, liegt das Ressort auf einem Berg. Glücklicherweise haben die 'ne Art Bergwerkslohre, mit der die Rucksäcke nach oben befördert werden. Nur wir müssen die Treppen rauf. Nach Sauerstoff japsend oben angekommen, stellt die mürrische Dame an der Rezeption kommentarlos Wasser hin. Herrlich. Was spielt es dann noch für eine Rolle, dass der Bungalow ziemlich abgeranzt ist, schief steht und das Wasser aus der Dusche lediglich tröpfelt. Der Blick auf die Bucht, Sonnenaufgang auf der einen und -untergang auf der anderen Seite, reicht!
Beim Abendessen unten am Strand stellen wir fest, dass wir wohl am teuersten Beach der Insel gelandet sind. Jedenfalls habe ich bisher nirgends 12 € für ein Essen plus Getränk gezahlt. Also wieder rauf auf den Berg und fertig ins Bett.
Mit der Erkenntnis, dass jede Ortsveränderung in Thailand einen Tag dauert (wir haben rd 65 km in knapp sieben Stunden zurückgelegt) schlafe ich friedlich ein.