Nach den miesen Erfahrungen des gestrigen Tages verwöhnt uns ausgerechnet unsere Unterkunft mit dem bisher schönsten Sonnenaufgang unserer Reise. Dann gleich nochmal mit einem richtig guten Frühstücksbuffet. Das wars dann auch, der Hotelmanager war zu einer Teilrückerstattung des Tickets für den gestrigen Trip nicht bereit aber man werde natürlich nie wieder an diesen Bootseigentümer vermitteln. Blah blah. Die Angestellte, die uns den Trip vermittelte, hat uns dann aus eigener Tasche ein wenig zurückgegeben. Ob's stimmt? Egal, raus und weg.
Zum Pier gelaufen, in einen Minibus eingestiegen (vorne ein PKW mit auf das wesentliche Instrument, den Ampheremeter, reduziertem Instrumentenboard, hinten 'ne überdachte Miniladefläche mit Sitzen), der bringt uns nicht etwa zum Busbahnhof, sondern zu einem Ticketvermittler. Aber die Thais wollen ja nur helfen und der reguläre Bus ist mehr als 3 Stunden unterwegs während für nur 100 Bath mehr der nächste MiniVan direkt von hier in 'ner halben Stunde abfährt. Nur 100 Bath mehr? Okay.
Aus der halben Stunde wurden dann zwar 75 Minuten (es gäbe wohl eine Polizeikontrolle und der Fahrer müsse pusten oder so) aber schließlich ging's los und in den zugesicherten zwei Stunden waren wir am Ziel.
Fazit zu Phang Nga: wunderschön, nur nix mit Thais. Der bisher und vermutlich auch zukünftig einzige Ort der Reise, an dem wir uns als Touris verarscht vorkamen.
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Also am Ziel. Dort zeigt sich Thailand gleich wieder von einer anderen Seite. Der Khao Sok Nationalpark beherbergt einen uralten ursprünglichen Regenwald in dem jede Menge Säugetierarten, Vögel, Nager, Raubtiere und was weiß ich leben. Irgendwann haben die Thais einen Staudamm gebaut und dadurch einen Teil des Parks geflutet. Entstanden ist ein großer See, der die zerklüftete Landschaft noch gigantischer erscheinen lässt. In einem Taleinschnitt am südlichen Rand des Parks verläuft eine Stichstraße, an der sich alle Ressorts angesiedelt haben, in der ursprünglichen Dschungellandschaft und mit dem Versuch, diese möglichst zu erhalten. Ist schließlich ihr Kapital. Einige Ressorts sind wirklich richtig in den Wald reingebaut, an einem kleinen Fluß, unter 15 m hohen Yukkapalmen und noch höheren Ficusbäumen.
Genau dort finden wir Quartier, am morgen telefonisch reserviert und freundlicherweise an der Haltestation des MiniVan abgeholt. Sofort ist die entspannte Atmosphäre wieder da, die Menschen sind zuvorkommend aber nicht aufdringlich. Unser auf hohen Stelzen stehender Bungalow direkt am Fluß bietet zwar nicht viel Aussicht (dafür ist der Pflanzenbewuchs zu stark) aber eine wahnsinnige Geräuschkulisse, wie wir am Abend hören durften. Vögel, Frösche, Grillen und Affen. Denen sind wir auch schon begegnet, als wir zu Fuß das Umfeld erkundet haben. In allen Ressorts gilt: nix draußen liegen lassen und immer alle Fenster und Türen geschlossen halten. Die Affen klauen, was sie kriegen können. Vielleicht übertreiben, wir werden sehen.
Jedenfalls gefällt mir, was wir beim rumlaufen sehen. Klar, hier ist der Ort an dem die Touristen unterkommen. Insofern ist alles soweit erschlossen, es gibt sogar einen Geldautomaten. Aber auch hier habe ich wieder den Eindruck, daß dies liebevoll geschieht, alles ins Umfeld, in die Umwelt integriert wird und nicht wie in D umgestaltet und neugeformt wird.
Ein Ressort hat es uns angetan. Direkt an einem Steilabbruch eines der auch hier 'herumliegenden' Karstfelsbrocken gelegen an dem der Fluß entlangfließt mit einer Badestelle, unterschiedlichsten Bungalows und gefühlt richtig im Urwald. Mit Wasserfalldusche im Bungalow. So einen beziehen wir übermorgen. In Art's Riverview Lodge. Morgen starten wir eine zweitägige Tour durch den Nationalpark inklusive Übernachtung auf 'floating houses'.
Ein overflow an Eindrücken. Einfach nur schön.